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Es ist wieder soweit: Passionsspielzeit in Oberammergau. Das Festspielhaus ist frisch renoviert, seit Monaten sind die 480 000 Karten für die über 100 Aufführungen restlos ausverkauft, Prominenz aus aller Welt hat sich angesagt. Doch ausgerechnet bei der Premiere geschieht auf offener Bühne ein heimtückischer Mord. Ein deutscher Journalist und eine israelische Agentin begeben sich auf Spurensuche. Ihre Recherchen führen sie in die Radikalenviertel von New York, in die Zentrale des Mossad nach Tel Aviv und die Untergrundkneipen von Berlin - bis ihnen der Verdacht kommt, dass der Mörder nirgendwo anders zu finden ist als im idyllischen Oberammergau...
Goldmann · 2000 · 474 Seiten
Der Polit-Thriller des anerkannten Mossad-Kenners und Spiegel-Autors Follath ist Fiktion, aber sehr realitätsnah und so beklemmend authentisch, dass es schon im Vorfeld der Festspiele zu großen Diskussionen um das Buch kam, und das nicht nur am Ort des Geschens. Ob Erich Follath viel Autobiographisches und tatsächlich Erlebtes hat einfließen lassen, kann ich nicht beurteilen. Der Held des Buches ist jedenfalls älterer Journalist. Richard Renberg fühlt sich seinem erschossenen Freund verbunden und ermittelt auf eigene Faust nach dem Täter. Welches Motiv kann hinter so einem heimtückischen Mord stecken? Könnten militante Rechtsradikale die Hand im Spiel haben? Welche Rolle spielen religiöse Fundamentalisten aus Israel, die durch den Text des Passionsspiels das Judentum verhöhnt sehen? Hat sich ein verbitterter Künstler für die umstrittene Aufführung gerächt? Oder wird der Festspielort von einem privaten Eifersuchtsdrama erschüttert? Woher stammt die ungewöhnliche Waffe? Bald ermitteln BKA, BND und der israelische Geheimdienst. Bald ermittelt Renberg Seite an Seite mit einer attraktiven Mossad-Agentin, und die Spuren führen nach New York, nach Tel Aviv und in den Berliner Untergrund. Doch immer wieder weisen die Wege zurück nach Oberammergau... [Nicole]
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