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Ulrich Ritzel: Die schwarzen Ränder der Glut

Es ist ein heißer Sommer, als Kommissar Berndorf sein Rentnerdasein beginnt. Doch der Brief eines Selbstmörders zwingt ihn nicht nur, Ermittlungen in einem weit zurückliegenden Todesfall aufzunehmen, sondern sich auch der eigenen Vergangenheit zu stellen. Widerwillig erinnert sich Berndorf an das Jahr 1972, als die RAF-Hysterie nicht nur die Polizei elektrisierte und zu überstürzten Handlungen trieb. Schließlich greift er die Lebensfäden einer Hand voll Menschen auf, die sich in jener Zeit unter dramatischen Umständen mit Berndorfs Biographie verknüpften. Dabei gerät er in eine lebensgefährliche politische Intrige.

btb · 2001 · 410 Seiten


[Note: 3] Ich bin zwiegespalten. Einerseits hat mich vieles an diesem Roman gnadenlos genervt: komplett in Gegenwartsform geschrieben, was mich beim Lesen anstrengt; sehr viele Personen, deren Handlungen parallel erzählt wird; sehr oft ist unklar, in welchem Handlungsstrang man sich gerade befindet, wenn Ritzel nur "der Mann" schreibt... Andererseits ist es durchaus spannend, in Berndorfs Vergangenheit zu wühlen und mehr über seine Motive und Charaktereigenschaften zu verstehen als bei den Vorgängerbänden. Aber letztlich konnte mich das Geschehen nicht so wirklich in den Bann ziehen, und die Auflösung des Ganzen fand ich letztlich eher unbefriedigend und vor allem im Lichte der tatsächlichen Geschehnisse ziemlich unrealistisch - vor allem, wenn man dieses Konstrukt mit dem des ersten Bandes vergleicht, hält "Die schwarzen Ränder der Glut" einfach nicht mehr mit. [Nicole]


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