sehr gut (1)
gut (2)
befriedigend (3)
ausreichend (4)
mangelhaft (5)
ungenügend (6)
Januar 1998: In einem verschneiten Steinbruch bei Ulm wird die Leiche eines Arbeitslosen gefunden. Was hat den Mann aus Görlitz hierher geführt und wer hat ihn mit Psychopharmaka voll gepumpt? Doch das ist nicht das einzige Problem, mit dem Kommissar Berndorf und seine Kollegin Tamar Wegenast sich herumschlagen müssen. Zugleich werden sie vom spektakulären Ausbruch eines "Lebenslänglichen" in Atem gehalten: Der Rasiermesser-Mörder nimmt blutige Rache an den Juristen, die ihn vor Jahren verurteilt haben. In einer atemberaubenden Handlung zwischen der Schwäbischen Alb, Görlitz und Tel Aviv wird eine Spur sichtbar, die zurückführt in die düsteren Kapitel medizinischer Forschung in der NS-Zeit. Als Berndorf dabei den Schonraum eines schwäbischen Klüngels aus Polit- und Wirtschaftsprominenz verletzt, wird er von einer Stuttgarter Sonderkommission suspendiert. Doch Berndorf, zwischen Montaigne-Lektüre, nächtlichen Ferngesprächen mit seiner Liebsten und massvollem Whiskygenuss unbeirrbar an jener Aufklärung interessiert, die in der Nachkriegszeit verhindert wurde, lässt sich nicht einschüchtern und ermittelt heimlich weiter. Mit von der Partie ist dabei seine Assistentin Tamar, die ihrem (kritisch verehrten) Chef gegen den Druck des Apparats unerschrocken beisteht, obwohl sie mit der Tochter des Mörders in eine Serie verwirrender Begegnungen gerät.
btb · 1999 · 281 Seiten
Äußerst spannend! Ein unkonventioneller älterer Ermittler, eine attraktive Assistentin und ein wirklich interessantes Thema, bei dem ich ständig dachte, hoffentlich ist es nicht wirklich so passiert. [Nicole]
Zunächst erscheint es nach einem durchsichtigen Manöver, wenn ein Autor dem Helden seines Debüt-Romans den Namen eines der erfolgreichsten deutschen Krimi-Autoren gibt. Wahrscheinlich hofft er, dass viele Leute im Laden nach dem neuen "Berndorf"-Krimi fragen und dann irrtümlich sein Buch ausgehändigt bekommen. Allerdings erinnert Hauptkommissar Berndorf mich eher an Mankells Wallander - wenn auch die Story weniger blutrünstig erzählt wird. Besondere
Eigenart ist die szenische und sehr rasante Erzählweise. Das Buch ist spannend und macht durchaus auf Appetit auf Mehr. [Dr. Hasenbein]
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