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Beatrix Mannel: Der Brautmörder

Marlene ist neu in München. Neue Stadt, neue Wohnung, neuer Job. Eigentlich der Traumjob schlechthin. Doch neidische Kollegen und eine quotensüchtige Chefin machen Marlene das Leben zur Hölle. Und dann wird sie auch noch in einen Kriminalfall verwickelt: Eines Nachts meldet sich in ihrer Sendung ein Mann, der behauptet ein gesuchter Frauenmörder zu sein. Kurz darauf wird Marlenes Chefin ermordet. Hat der geheimnisvolle Anrufer etwas mit der Tat zu tun? Marlene begibt sich auf Mörderjagd und ahnt nichts von der Gefahr, in der sie selbst schwebt...

Ullstein · 2000 · 300 Seiten


[Note: 5] Dieses Buch ist eine Zumutung, und ich gebe zu, ich habe es nur durchgelesen, weil es anderswo als lustig und spannend sehr gelobt wurde... Marlene nervt. Sie hat ätzende egoistische Freunde, einen seltsamen Ex-Ehemann und reagiert total unrealistisch. Hysterisch ob des ständigen Einbruchs in ihre Wohnung, ist sie trotzdem andauernd allein dort. Aber den Leichenfund auf ihrem Schreibtisch steckt sie locker weg... Umgeben ist sie von sehr surrealen Figuren wie einem Nachbar, der Hanteltraining macht, aber ansonsten als durchgeistigter Typ beschrieben wird. Oder einer Kollegin, die in Wirklichkeit eine von Marlenes Vater engagierte Privatdetektivin ist (warum???). Es bleibt ungeklärt, warum Marlenes Ex-Mann auftaucht und auch, wohin er verschwindet. Ebenso, wie sich Marlene und Simon vertragen. Oder warum sich alle männlichen Kollegen versuchen, sich sexuell an ihr zu vergreifen (scheint sie aber auch nicht so zu stören)... Der Fall selbst ist ziemlich haarsträubend. Psychopathie als Mordmotiv ist immer eher blöd... Und dann auch noch diese kleinen "Fehlerchen" - am hellichten Tag rasen die Reporterinnen über den Mittleren Ring. Oder es wird standesamtlich am 9.8.98 geheiratet (das war ein Sonntag, ich hab am Vortag geheiratet...). Ärgerliches Buch. [Nicole]

[Note: 2] Zweifellos eins der spannenderen Bücher, die ich in jüngster Zeit gelesen habe. Die Autorin hat einen handwerklich mehr als ordentlichen Thriller vorgelegt, wobei jedoch die Spannungselemente manchmal etwas zu konstruiert wirken. Dennoch kann man das Buch fast nicht aus der Hand legen, man hegt ständig neuen Verdacht gegen eine der zahlreichen Figuren. Alle falschen Fährten, die eigentlich kaum noch Zweifel an der vermeintlichen Täterschaft zulassen, werden am Ende hinreichend glaubhaft aufgelöst. Schwachpunkt: Das Tatmotiv könnte etwas besser begründet sein, und auch die eine oder andere Figur hat Glaubwürdigkeitslücken - was die Spannung aber nicht trübt. [Dr. Hasenbein]


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