sehr gut (1)
gut (2)
befriedigend (3)
ausreichend (4)
mangelhaft (5)
ungenügend (6)
Gendarmerieinspektor Simon Polts Wirkungsfeld ist ein niederösterreichisches Weinbauerndorf. Er gehört dazu. Umso peinlicher ist es ihm, als Alfred Hahn in seinem Weinkeller tief unter den Presshäusern der malerischen Kellergasse tot aufgefunden wird und sich der Verdacht aufdrängt, es könnte ein Mord gewesen sein, was zuerst wie ein Unfalltod durch Gärgas aussah. Denn jetzt muss Polt ermitteln. Er, der fast jeden im Dorf seit Jahren persönlich kennt. Einer von ihnen könnte, ja muss es gewesen sein. Viele hatten einen Grund, das Scheusal umzubringen, dessen Tod niemand bedauert...
Diogenes · 1998 · 183 Seiten
Der entscheidende Satz steht auf Seite 123: "Hier unten ist nur noch der Wein wichtig." Wer die Atmosphäre von Weinkellern mag, der wird dieses Buch lieben. Alle anderen - so fürchte ich - werden es ziemlich langweilig finden. Zwar wurde dieses Buch 1999 mit dem Krimipreis Glauser ausgezeichnet, aber es ist kein richtiger Krimi. Die Rezensenten, die hier von einer "Milieustudie" schreiben, haben wohl eher Recht. Zwar gibt es einen Mord und einen Ermittler, aber damit wird nur ein Vorwand geliefert, 180 Seiten lang die Figuren und das Flair eines niederösterreichischen Weinbauerndorfs zu beschreiben. Angeblich - so ist bei zahlreichen Amazon-Kommentaren nachzulesen - ist diese Beschreibung sehr gut gelungen. Aber wer einen spannenden Krimi erwartet, der sollte lieber was anderes lesen. [Nihil]
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