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Friedrich Ani: Süden und die Frau mit dem harten Kleid

Rudi Tink ist verrückt. Sagen die Leute. Er hockt in seinem Atelier und schafft Skulpturen aus Kalkstein. Figuren, die Frauen aus seiner Nachbarschaft nachempfunden sind. Beschwerden bei der Polizei fruchten nicht. Versuche, den Künstler zu verklagen, weil er das Persönlichkeitsrecht anderer verletze, scheitern. Und eines Tages ist Rudi Tink spurlos verschwunden. Alle scheinen erleichtert. Doch Kommissar Süden findet heraus, dass außer dem Bildhauer auch eine Frau verschwunden ist, offenbar eine enge Freundin Tinks...

Knaur · 2002 · 206 Seiten


[Note: 3] Wer Freude daran hat, über viele Bände hinweg Mankells chronisch-depressiven Inspektor Wallander von Fall zu Fall zu verfolgen und dabei nicht selbst in tiefste Depressionen verfällt, der wird auch an Tabor Süden seine Freude haben. Der verschrobene Kommissar ist genau das Richtige für verregnete Urlaubstage. [Nihil]

[Note: 2] War ich bisher von der Serie um Kommissar Süden doch eher nicht so begeistert, hat mich der vorliegende Band absolut fasziniert und gefesselt. Süden schreibt selbst, er verfasst einen Brief an die Angehörige eines Vermissten. Stellenweise fehlen ihm die Worte, druckst er herum, oder er hat Mühe, sein Verhalten zu erklären. Das macht das Innere des Kommissars Süden viel sichtbarer als die Beschreibungen der letzten Bände. Immer noch bleibt die Kritik, dass sich Nicht-Ortsansässige viele Straßen und Plätze nicht vorstellen können. Zum Beispiel weiß ich nur zufällig, dass die Einhornallee zwar einen schönen Namen trägt, aber parallel zur Autobahn Richtung Garmisch verläuft... [Nicole]


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