sehr gut (1)
gut (2)
befriedigend (3)
ausreichend (4)
mangelhaft (5)
ungenügend (6)
Zunächst sieht es so aus, als wäre es für Süden ein Fall wie viele: Ein Mann ist verschwunden, und nichts deutet darauf hin, dass man sich Sorgen machen muss. Der Schuster Maximilian Grauke hat nicht zum ersten Mal seine Frau ohne Erklärung verlassen. Diesmal jedoch ist alles anders. Und Süden braucht eine Weile, bis er das Schweigen von Graukes Ehefrau und deren Schwester zu deuten weiß. Und die Welt des Schusters erscheint plötzlich in einem völlig neuen Licht...
Knaur · 2001 · 203 Seiten
Die neue Süden-Reihe ist gewöhnungsbedürftig. Nichts für Leute, die Action und Spannung der herkömmlichen Art mögen. Ani richtet seinen Blick auf das Innenleben seiner Figuren, besonders des etwas verschrobenen Kommissars. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Krimipreis 2002. [Nihil]
Dieser Band aus der Süden-Reihe gewann den Deutschen Krimi-Preis 2002. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich mich dieser Meinung der Experten anschließen kann, denn Süden-Fälle sind keine klassischen Krimis. Der Kommissar ermittelt im Vermisstendezernat, und es gibt naturgemäß dort selten Mordopfer und die Fahndung nach dem Täter. Süden hat viele Eigenarten und ermittelt unkonventionell, die "Abendzeitung" fühlt sich stilistisch zu Recht an Henning Mankells Wallander-Serie erinnert, die mir, ich muss es zugeben, ebenfalls nicht so ganz liegt. Der Roman ist dennoch kurzweilig und spannend, vielleicht sogar erstaunlich spannend, denn es geht ja "nur" um einen vermissten Mann. Wer die Serie komplett lesen will, sollte nicht mit diesem vermeintlich ersten Teil beginnen, sondern mit dem tatsächlichen (Die Erfindung des Abschieds) starten. [Nicole]
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