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Henning Mankell: Der Mann, der lächelte

Länger als ein Jahr ist Kurt Wallander dem Kommissariat in Ystad ferngeblieben. Seit er bei seiner letzten Ermittlung (Die weiße Löwin) einen Menschen tötete, leidet er unter starken Selbstzweifeln und ist schon im Begriff, den Dienst zu quittieren, als ihn ein neuer Fall aus seiner Depression reißt. Ein befreundeter Anwalt bittet ihn um Hilfe, weil sein Vater nachts mit dem Auto tödlich verunglückt ist. Der Sohn des Toten, Sten Torstensson, glaubt nicht an einen Unfall. Niemals wäre sein Vater bei Nebel zu schnell gefahren, und außerdem hatte er in letzter Zeit oft erregt und beunruhigt gewirkt. Zwei Wochen später ist Sten Torstensson ebenfalls tot. Man findet ihn von drei Kugeln durchbohrt in seiner Kanzlei, und Wallander kehrt zurück, um den Fall zu übernehmen. Bald wird sich zeigen, dass er ihn in eine ganz neue Dimension des Verbrechens führt. Der Verdächtige gebietet über ein mächtiges Wirtschaftsimperium und hat sich hinter den dicken Mauern eines Schlosses verschanzt. Wie David im Kampf gegen Goliath fühlt sich Wallander, bis ihm die Tür von einem der Wächter des Magnaten wenigstens einen Spaltbreit geöffnet wird... "Immer steht man mit einem Bein im Sumpf und mit dem anderen in der Blumenwiese, dachte Wallander grimmig." Wozu Menschen fähig sind in einer Welt, in der sich alles nur um Kaufen und Verkaufen dreht, das muss er im Laufe dieser aufreibenden Ermittlungen erkennen, und nur dank des beherzten Eingreifens von Ann-Britt Höglund, der neuen Kollegin im Team, kommt er bei diesem Abenteuer selbst mit heiler Haut davon. Ein neuer Wallander-Krimi, in dem der sympathische Kommissar aus Ystad mehr denn je im Mittelpunkt steht. Denn trotz seiner persönlichen Probleme muss es ihm gelingen, dem Mann, der lächelte, die Maske vom Gesicht zu reißen...

Zsolnay · 1994 · 381 Seiten


[Note: 1] Leider ist dieser Band in Deutschland in falscher Reihenfolge erschienen, was viele Verwirrungen in der Geschichte mit sich bringt, denn so macht der Leser, der "am Ball blieb", einen Zeitsprung in eine Zeit, in der die persönliche Lage Wallanders noch völlig anders ist. Ein neuer Übersetzer kann viel ausmachen, das zeigt sich eindeutig an diesem Buch - endlich ist das "Du" und "Sie" vernünftig gestaltet! Doch auch die Story ist weitaus packender als die ersten drei. Gut gefällt mir, dass man eigentlich schon recht bald weiß, wer es war, dass diesem Mensch aber erst mal bewiesen werden muss, dass er keine Chance hat. [Nicole]

[Note: 2] Das in der chronologischen Reihenfolge bislang beste Buch in der Wallander-Reihe. Liest sich sehr spannend. Auch die internen Querelen im Kommissariat machen neugierig darauf, wie es weitergeht - auch mit Wallanders neuer Kollegin. Etwas kürzere Kapitel hätten dem Buch gut getan. [Dr. Hasenbein]


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