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Friedrich Ani: Verzeihen

Zwei Menschen, denen die Liebe ganz und gar abhanden gekommen ist. Ariane, 36 Jahre alt, eine ehemalige Prostituierte, eröffnet mit ihrer Freundin ein Lokal. Kaum hat sie sich in ihre bürgerliche Existenz eingelebt, erfährt sie, dass sie HIV-positiv ist. Daneben der Reporter Niklas Schilff, 39 Jahre, der zu den begehrtesten Berichterstattern aus Los Angeles zählt. Solange, bis er beginnt, Fakten und Fiktion zu vermischen. Seine Auftraggeber lassen ihn von einem Tag auf den anderen fallen. Desillusioniert und psychisch krank kehrt er nach Deutschland zurück. In einer Nacht treffen sie aufeinander. Niklas, betrunken und angewidert von sich selbst, vergewaltigt die hilflose Ariane. Rasend vor Wut und Angst verschleppt er sie, als er von ihrer Infizierung erfährt. Was folgt ist eine wochenlange Geiselhaft für beide: Wie ein Besessener fahndet Niklas Schilff nach der Unschuld seiner Kindheit. Und Ariane bleibt nichts als zu warten, zu bangen und Zwiesprache zu halten mit sich und dem Mann, der ihr am meisten bedeutete, ihrem verstorbenen Vater - In »German Angst« hat Friedrich Ani die politischen Schattenseiten unserer Gesellschaft beleuchtet. Hart, direkt, kompromisslos. In »Verzeihen« taucht er in die Abgründe der mensch-lichen Seele. Und findet Furcht, Schmerz, Hass - und Hoffnung.

Droemer Knaur · 2001 · 284 Seiten


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