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Bernhard Schlink

Bernhard Schlink wurde am 6. Juli 1944 als Sohn eines Theologieprofessors bei Bielefeld geboren und wuchs in Heidelberg auf. Er studierte in Heidelberg und Berlin Jura, promovierte 1975 in Heidelberg und habilitierte sich 1981 in Freiburg im Breisgau. Anschließend lehrte er von 1982 bis 1991 an der Universität Bonn, von 1991 bis 1992 an der Universität Frankfurt am Main und ab 1992 an der Humboldt-Universität zu Berlin. 1988 wurde er Richter des Verfassungsgerichtshofs für das Land Nordrhein-Westfalen, doch nach der Wende 1989 zog es ihn nach Berlin, wo er auch an der Ausarbeitung einer Übergangsverfassung für die DDR vor der Wiedervereinigung mitgearbeitete. Heute ist er neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit Professor für öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Humboldt-Universität in Berlin und Landesverfassungsrichter in Münster. Schriftstellerisch war er zunächst als Fachbuch-Autor tätig. Gemeinsam mit seinem Kollegen Walter Popp schrieb er 1987 seinen ersten Krimi "Selbs Justiz" während eines Freisemester in Aix-en-Provence. 1991 wurde der Roman unter dem Titel "Der Tod kam als Freund" vom ZDF verfilmt. Für seinen zweiten Roman, "Die gordische Schleife", erhielt er 1989 den Glauser, Autorenpreis für deutschsprachige Kriminalliteratur, für "Selbs Betrug" den Deutschen Krimi-Preis 1992. Neben den Krimis schrieb er noch die Romane "Der Vorleser" (Roman, 1995) und "Liebesfluchten" (Geschichten, 2000).


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